Viele vielversprechende Wirkstoffe scheitern im klinischen Einsatz, weil gängige Labormodelle den Menschen auf Gewebeebene nicht ausreichend abbilden. Besonders in der Uro-Onkologie (Blase, Prostata, Niere) ist die Auswahl der richtigen Medikation komplex und Tumoren sind oft gegen Wirkstoffe resistent. Um Therapien gezielt zu verbessern, braucht es Modelle, die nicht nur die Wirkung eines Wirkstoffs zeigen, sondern auch dessen Verhalten im Gewebe.
Gewebeteile aus bereits erkranktem menschlichem Gewebe sind dafür ideal und werden dem Patienten häufig als Biopsien oder Resektionen entnommen. Heute können solche Proben nicht gelagert werden. Was nicht direkt eingesetzt wird, wird entsorgt – ein großer Verlust für Forschung und Behandlung.
VitriNext setzt genau hier an: Wir entwickeln eine Automatisierungs-Technologie zur funktions- und zellerhaltenden Kryokonservierung mittels Vitrifikation – dem glasartigen Einfrieren. Damit lassen sich mehrere Gewebeproben gleichzeitig sichern und später jederzeit nutzen – ohne Zeitdruck und mit dem individuellen Krankheitsprofil des Patienten.
Wir sind stolz darauf, Teil dieses Kooperationsprojekts zu sein, das von der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – (SAB) unter dem Förderkennzeichen 100782293 gefördert wird. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern 1st Mould GmbH, der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (Professur für Fertigungssysteme / Urformtechnik), der GeSiM Gesellschaft für Silizium-Mikrosysteme mbH, der Medizin- und Labortechnik Engineering GmbH und der Technischen Universität Dresden (Medizinische Fakultät, Institut für Pathologie) arbeiten wir in Kooperation mit der Klinik für Urologie an diesem Vorhaben.

